Der Humboldthain ist von den drei Weddinger Volksparken am verkehrsgünstigsten gelegen.

 

 Im Zweiten Weltkrieg wurden hier zwei Flaktürme errichtet. Der südliche ist heute unter einem Hügel  vollständig verschwunden,doch auf seiner Nordseite, zur S-Bahn Gesundbrunnen hin, noch deutlich als Flakbunker zu erkennen, in dem im Krieg bis zu 10 000 Menschen Schutz suchen konnten. In 85 m Höhe hat man einen prächtigen Blick über die Stadt und vor allem den Norden.

Im Park finden sich Spiel- und Liegewiesen, ein Rosengarten, mehrere Spielplätze (darunter einer mit Hunde- und Weglaufschutz), im Westen ein Freibad und nahe der Gustav-Meyer-Allee ein betreuter Abenteuerspielplatz.

Viktoriapark / Kreuzberg

 

Etwas überraschend der erste Platz der Top Ten. Der Viktoriapark, im Volksmund nur Kreuzberg genannt, hat gute Argumente für diese Wahl: Auf zwei großen Wiesen, die beide etwas abschüssig liegen, lässt es sich hier herrlich faullenzen. Das Besondere hier ist aber das tolle abwechslungsreiche  Angebot. So gibt es mit dem Golgatha einen wunderbaren Biergarten, von dessen Obergeschoss sich die eigenen Kinder perfekt beim spielen auf dem großen Spielplatz beobachten lassen. Bolzplätze sind hier ebenso zu finden, wie die “Wolfsschlucht”, die sich schwerlich beschreiben lässt – einfach hingehen.
Der Viktoriapark ist nahezu an jeder Stelle etwas mehr (oder weniger) hügelig, das hebt ihn von den meisten anderen Parks in Berlin.  ab. Wer den Aufstieg bis an die Spitze schafft, dann noch das oben errichtete Nationadenkmal in Angriff nimmt und schlißelich doch angekommen ist, der wird mit einem einmaligen Blick belohnt: Ganz Berlin liegt einem nun zu Füßen. Nicht zuletzt der Grund, warum man an Silvesterabenden frühzeitig da sein sollte. Im Sommer wird an vielen Ecken musiziert, wenn die Polizei nicht auftaucht, so kriegt man auch richtige Lagerfeueratmosphäre. Es gäbe über den verspielten und doch einzigartig verwinkelten Park noch viel zu sagen, einzig: Sie sollten es sich anschauen!

Volkspark Friedrichshain / Friendrichshain

Der vielleicht beliebteste Park bei den jüngeren Bewohnern Berlins: Der Volkspark Friedrichshain mutiert an sonnigen Wochenenden zu einem großen Grill. Ein Stell-dich-ein der alternativen Szene, aber auch der kleinen und größeren Familien, die hier Picknicken, Frisbee oder Federball spielen. Darüber hinaus lädt die Freilichtbühne zu lauschigen Kino-abenden unterm Sternenhimmel ein.

Tempelhofer Park / Flughafen Tempelhof

Zwar nur temporär, ist die neu geschaffene Freizeitfläche auf dem ehemligen Flughafen Tempelhof eine echte Sensation! Mitten in der Stadt wurde die – nach dem Englischen Garten in München – zweitgrößte innerstädtische Parkanlage in Deutschland. Inline Skater, Fahrradfahrer, Drachenflieger: Sie alle können sich auf gut 300 Hektar austoben. Die Planungen, was mit dem riesen Areal passieren soll, laufen auf Hochtouren, zumindest in einigen Bereichen werden wohl Wohnanlagen entstehen. Nichtsdestotrotz: Bis dahin sollte man sich einen Besuch des Tempelhofer Parks (=Tempelhofer Feld) nicht entgehen lassen – einer der spektakulärsten Parks in Berlin.

Mauerpark / Prenzlauer Berg

Inzwischen absoluter Kult. Einst trennte die Berliner Mauer die Stadtteile Wedding und Prenzlauer Berg hier, so hat sich die Parkanlage zu einem der angesagtesten Orte der kreativen Szene gemausert. Auch wenn Flohmarkt am Wochenende inzwischen mehr Touristen als Berliner anlockt (Lonley Planet sei Dank), ist das Karaokesingen im “Theater” ein großer Spaß und ein tolles Erlebnis. Wie gesagt: Weniger Berliner, als vielmehr Zugezogene und Touristen vergnügen sich hier – was nicht heißt, dass es keinen Ausflug wert ist. Am besten mit der U2 bis Eberswalder Straße oder mit der U9 bis Bernauer Straße fahren!

Rudolph-Wilde-Park, Volkspark Wimersdorf / Schöneberg und Wilmersdorf

Der Park ist zweigeteilt – doch merkt man dies nicht. Über etwa 2,5 km erstreckt sich der lang gezogene Grünstreifen (nur etwa 150m breit) durch Schöneberg und Wilmersdorf. Der Park ist wirklich eine kleine, erstaunlich unbekannte, Oase in der Großstadt. Kleine Bäche, Brücken und Schotterwege finden sich hier nebst dem satten Grün. Zudem ist es etwas hügelig, das macht den Park besonders gemütlich und abwechslungsreich. Den wahrscheinlich schönsten Blick auf und schönsten Weg in den Park, den gibt es am U-Bahnhof Rathaus Schöneberg (U4).

Görlitzer Park / Kreuzberg

Kreuzberg, U Bahnhof Görlitzer Bahnhof, direkt an der Haltestelle gelegen, eröffnet sich der von einer Mauer umringte Görlitzer Park (“Görli”). Hier ist das Grillen noch erlaubt und an warmen Wochenenden tummeln sich Berliner aus allen Herren Ländern. Sie essen, trinken, spielen auf einem der Bolzplätze Fußball oder brutzeln einfach in der Sonne. Ein authentischer Park mit authentischen Leuten. Für die Kleinen gibt es zudem einen Kinderbauernhof.

Botanischer Garten / Dahlem

Weniger ein Park, mehr ein Garten und leider auch nicht kostenlos, gehört der Botanische Garten im Berliner Westen dennoch in diese Liste. Mit 22.000 Pflanzen und einer Größe von 43 Hektar ist er der größte seiner Art in ganz Deutschland. Etwa eine halbe Millionen Besucher jährlich schauen sich die wundervoll angelegten Gärten sowie das angrenzende Museum an. Von Mai bis Juli hat der Garten täglich von 9-21h geöffnet, an allen anderen Monaten schließt er etwas früher. Erwachsene zahlen 6, ermäßigt gibt es Tickets für 3 Euro.

Tiergarten / Tiergarten

Mitten im Stadtzentrum, umringt vom Potsdamer Platz, der Siegessäule und dem Brandenburger Tor, liegt die drittgrößte innerstädtische Parkanlage Deutschlands: Der Tiergarten. Früher war er oftmals während der Love Parade in den Schlagzeilen (Stichworte: Urin und Sex). Doch auch schon damals ließ es sich wunderbar spazieren, auf eine der vielen kleineren Lichtungen liegen und entspannen. Insbesondere im schwül-warmen Sommer als Tipp für die Touristen: Nehmen Sie sich nach dem Besuch der Reichstagskuppel die Zeit und machen Sie einen Abstecher in den Tiergarten.